I’m gonna be a Canadian, eh!

20 09 2010

Seid gegrüßt aus dem fernen Canada. Wie viele von euch wissen bin ich noch in Toronto, zumindest in einem Ort in der Nähe von Toronto, namens Saint Catharine.
Es ist ein wunderschönes Örtchen. Es sieht ihr genauso aus, wie in den amerikanischen Filmen. Kleine Häuser, die perfekten Rasen und die langen Straßen. Es ist erstaunlich ruhig jeden Tag. Man merkt gar nicht, dass man Nachbarn hat.
Interessant ist auch, dass die Müllabfuhr keine hässlichen Autos sind, sondern richtige Trucks, funnyJ  Auch der Postbote läuft alles ab, und hat keinerlei Verkehrsmittel, wie Roller oder Fahrrad. Er hat die Taschen mit der Post am Körper und trägt sie unter seinen Armen. Dadurch sieht er sehr sportlich aus J
Alles in allem sind die Leute ihr unglaublich freundlich, sowie meine liebe Gastfamilie, mit der ich über weite Ecken verwandt bin. Sie sind super lieb!
Die Menschen hier sind sehr erstaunt, wenn ich ihnen sage, dass ich ins Indian Reservation gehe, aber auch interessiert. Und am witzigsten ist, immer wenn die Menschen mich fragen ; in welches Reservat ich gehe und ich ihnen sage “Attawapiskat” runzelt sich die Stirn und fragen wo das genau ist J
Ich merke auch die verschiedenen Meinungen  der Menschen hier gegenüber den Indianern. Viele sagen, dass die Indianer Alkoholprobleme haben, unglücklich sind und das viele Jugendliche Selbstmord begehen, weil sie keine Zukunft sehen. Natürlich wusste ich das schon, dennoch an Ort und Stelle das zu hören, hatte einen stärkeren Effekt.
Das trifft einen dann schon, wenn man weiß, dass man an solch einem Ort für mehrere Monate bleibt.
Auch die Meinungen sind verschieden über die Indianer, viele finden das sehr interessant und wirken interessiert und wollen auch mehr Details wissen. Aber eine Nachbarin, die auch Deutsche ist bzw. aus Deutschland stammt, hatte sich nicht sehr glücklich über sie geäußert.
Sie meinte die Indianer seien keine einfachen Menschen, dass man sehr schlecht an sie heran kommt, denn sie hat mit ihrem Mann drei Jahre im Reservat gelebt. Er war Lehrer und sie sagte, die Jugendlichen im Reservat wollte nicht lernen und weigerten sich auch. Aber wenn man den Jugendlichen keine Perspektiven bieten kann, wie sollen sie denn auch begreifen zu lernen?
Die Frau meinte auch, dass manche Amerikaner bzw. Kanadier glücklich wären, das Geld vom Staat zu bekommen, das die Indianer bekommen. Da dachte ich mir auch, “Entschuldigung?? Die Menschen wurden auch auf’s Schlimmste behandelt. Wurden vertrieben und leben auf ärmste Verhältnissen. Sie können nicht mehr so leben, wie sie es früher getan haben und werden immer noch von den “Weißen” ausgegrenzt. Sehr viele Männer sehen ihren platz nicht mehr in der Gesellschaft, denn sie können nicht mehr Jagen, um ihre Familie zu ernähren. Ihre Unglücklichkeit zeigen sie dann, indem sie Alkohol trinken.
Doch die Nachbarin erzählte dann auch, dass nicht alle Indianer etwas von dem Geld bekommen, sondern von der indianischen Regierung im Reservat in die Taschen gesteckt werden.
Das wunderte mich gar sehr, denn die Indianer werden doch als ein Volk angesehen, dass zusammen hält und auf eine Gemeinschaft  fixiert ist. Kann das sein, dass auch dieses Volk korrupt geworden ist gegenüber ihrem eigenen Stamm? Und wem haben sie es zu verdanken?
Oder habe ich da was falsch verstanden ?
Sobald ich im Reservat bin muss ich meine dortige “Gastmutter” fragen, ob das stimmt, denn sie ist eine von den “Elders”-Ältesten und ist hoch angesehen. Sie weiß womöglich mehr.
Bis dahin.. Macht’s gut !

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